Paragraf 224, 225, 226 StGB Körperverletzung - Beschneidung
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Als Beschneidung weiblicher Genitalien (auch Mädchenbeschneidung oder Frauenbeschneidung, werden kulturell verankerte Praktiken bezeichnet, bei denen weibliche Geschlechtsteile teilweise oder ganz entfernt werden. Die Eingriffe erfolgen vom Säuglings bis zum Erwachsenenalter, in den meisten Fällen jedoch vor Beginn oder während der Pubertät.
Die Eingriffe werden ohne medizinische Gründe ausgeübt, sind meist mit starken Schmerzen verbunden und können schwere körperliche und psychische Schäden verursachen. Aufgrund dieser weitreichenden Folgen für Leib und Leben der betroffenen Mädchen und Frauen steht die Praxis seit längerem weltweit in der Kritik von Menschen und Frauenrechtsorganisationen.
Wie ich meine auch zu recht, denn es ist und bleibt eine Genitalverstümmelung ohne Medizinischen Aspekt, sowie eine Körperverletzung eine Straftat die in vielen Staaten unter anderem aller Staaten der EU unter Strafe steht.

Es gibt vier Arten der Beschneidung.
1.) Die Teilweises oder vollständiges Entfernen des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut.
2.) Die Teilweises oder vollständiges Entfernen des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris und der kleinen Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der großen Schamlippen.
3.) Die Verengung der Vaginalöffnung mit Bildung eines deckenden Verschlusses, indem die kleinen und/oder die großen Schamlippen beschnitten und zusammengefügt werden, mit oder ohne Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris.
4.) In dieser Kategorie werden alle Praktiken erfasst, die sich nicht einer der anderen drei Kategorien zuordnen lassen.
Afrika
Hauptverbreitungsgebiete sind 28 Staaten im westlichen und nordöstlichen Afrika. In sieben Ländern in Dschibuti, Ägypten, Guinea, Mali, Sierra Leone, Somalia und im Norden des Sudan ist die Praxis fast flächendeckend verbreitet: über 90 % der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren sind dort beschnitten. Zwischen einzelnen Regionen bestehen dabei teilweise beträchtliche Unterschiede. Entscheidender Faktor für die Verbreitung von Beschneidungen allgemein wie auch bezüglich des Typs der Beschneidung ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern die ethnische Gruppe, der die Frauen angehören.
Asien
Außerhalb Afrikas kommt es auch zu Beschneidungen, wie im Jemen, Indien, Indonesien, irakische Kurdistan, Beduinen in Israel, für muslimische Gruppen in Malaysia und für die Vereinigte Arabische Emirate.
Amerika
Man sollte es nicht glauben, aber auch in Amerika gibt es vereinzelte Fälle.
Europa und Nord Amerika
Durch die Auswanderung aus Afrika wuchs seit den 1970er Jahren in Europa und Nordamerika die Zahl beschnittener Frauen und Mädchen aus Herkunftsgebieten mit Beschneidungsritualen. Die Schätzungen dazu, wie viele Mädchen und Frauen betroffen sind lässt sich nur schätzen.
Auf Grundlage der Zahl von rund 60.000 in Deutschland lebenden Frauen aus Ländern, in denen es eine Beschneidungs-Tradition gibt, gehen die Schätzungen, hier von bis zu 30.000 betroffenen Mädchen und Frauen aus. Für die Schweiz schätzt man die Zahl beschnittener oder von Beschneidung bedrohter Mädchen und Frauen auf etwa 6.700.
In den europäischen Staaten gibt es bisher (Stand 2008) lediglich für England und Wales, Schätzungen zufolge sind dort insgesamt etwa 66.000 Mädchen und Frauen betroffen.
Es gibt auch Nachweise, das Beschneidungspraktiken bei einem Teil der Mädchen und Frauen trotz gesetzlicher Verbote in den Aufnahmeländern heimlich fortgeführt werden. In Frankreich, Italien und Spanien kam es in diesem Zusammenhang zu Strafprozessen. Die Eingriffe erfolgen entweder im Aufnahmeland oder anlässlich einer Reise in ein Herkunftsland.
Tradition
Tradition ist die stärkste Rechtfertigung der Praxis. Weil die Beschneidung seit langer Zeit und an praktisch allen Frauen der praktizierenden Gruppe durchgeführt wird, nehmen die Menschen an, dass es sich dabei um etwas absolut Notwendiges handle. Die Beschneidung wird in vielen praktizierenden Kulturen als ein feierlicher Auftakt begangen, mit dem ein Mädchen im Mittelpunkt steht und offiziell als erwachsene Frau anerkannt wird. Nicht beschnittene Mädchen riskieren daher auch, sozial ausgegrenzt zu werden und keinen Ehemann zu finden.
Medizinische Mythen
Mitunter existieren medizinische Vorstellungen, die aus dem unbeschnittenen Zustand bestimmte Probleme ableiten. So werden für den Fall, dass eine Beschneidung unterlassen wird, negative Konsequenzen für die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Frau wie auch für die Gesundheit des Geschlechtspartners und von der Frau geborener Kinder angenommen. Auch existieren Mythen, nach denen weibliche Genitalien ohne Beschneidung weiter wüchsen und etwa die Klitoris die Größe eines Penis erreichen würde.
Ästhetische Vorstellungen
In den Kulturkreisen, die solche Operationen durchführen, wird eine operativ unveränderte Scheide oftmals als unästhetisch betrachtet. Von Ort zu Ort unterschiedlich sind die genauen Hintergründe, beispielsweise nehmen einige die Klitoris als Überbleibsel des männlichen Penis wahr, eine Entfernung derselben erhöht also nach dieser Vorstellung die Weiblichkeit der Frau. Auch werden abstehende Teile der Genitalien wie die Schamlippen als nicht benötigte, hässliche Überbleibsel gesehen, deren Entfernung den Körper abrundet und somit schöner und auch erotischer macht.
In der Westlichen Kulturen findet die Schamlippenverkleinerung, operative Kürzung der inneren Schamlippen und der Klitorisvorhaut wieder zunehmend Verbreitung. Der Eingriff ist in der Regel aus persönlichen ästhetischen Vorstellungen heraus motiviert.
Ein Tabu-Thema wird Trend
Die wachsende Beliebtheit der Operation wird mit der Tatsache erklärt, dass unter jungen Frauen die Intimrasur inzwischen weit verbreitet ist, sowie der verbreiteten Präsenz von Nacktheit in den Medien. Unter den Hauptmotivationen, welche von afrikanischen Frauen hervorgebracht wurden, die Operationen an den weiblichen Genitalien zu befürworten, sind Verschönerung, Erhabenheit über die Scham sowie der Wille, sich gesellschaftlich anzupassen, dieselben Gründe sind auch für amerikanische Frauen wichtig, welche kosmetische Operationen an ihrem Schambereich durchführen.
Die Lust am Umbau des eigenen Körpers kennt keine Grenzen auch keine Schamgrenzen. Wenn auch die westlichen, ästhetisch motivierten Genitaloperationen keinen negativen Einfluss auf die weibliche Sexualität haben soll, was aber sehr umstritten ist (siehe den nächsten Bericht). bin ich aber der Meinung das eine Beschneidung bei einer Frau, auch aus Ästhetischen Gründen weder aus Medizinischen Gründen, nicht notwendig ist.
Unterdrückung der weiblichen Sexualität
Einige Formen der Praktik können die sexuelle Lust stark einschränken und die betroffene Frau so unter anderem unfähig machen, einen Orgasmus zu erleben. Weiterhin können sie den Geschlechtsverkehr für die Frau umständlich und schmerzhaft machen. Somit kann die Beschneidung als Mittel betrachtet werden, die voreheliche Jungfräulichkeit der Frau und ihre Treue in der Ehe sicherzustellen. Gemäß Kritikern ist die Kontrolle und Unterdrückung der weiblichen Sexualität der eigentliche Grund der Beschneidung, auch wenn sie traditionell anderweitig, etwa mit Hygiene Vorstellungen und fälschlicherweise angenommenen gesundheitlichen Vorteilen begründet wird.
Die Bekämpfung der als Perversion betrachteten Masturbation war in Europa noch bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts üblich, dazu wurde die Klitoris von einem Arzt entfernt, obgleich bekannt war, dass die weibliche Lust insgesamt Schaden nehmen kann.
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