Häusliche Gewalt gegen Männer

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Häusliche Gewalt gegen Männer



Nicht nur Frauen sind Häuslicher Gewalt ausgesetzt, auch Männer zählen zu den Opfern Häuslicher Gewalt. In fast 30 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt in Deutschland sind Männer betroffen. Die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt, bei denen Männer die Betroffenen sind, ist deutlich gestiegen. Demnach stieg 2022 die Zahl der Hilfeanfragen in Männerschutzeinrichtungen auf insgesamt 421 Fälle. Im Vorjahr waren es noch 251 gewesen. Die Gesamtzahl männlicher Betroffener von häuslicher Gewalt gibt die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) unter Berufung auf Sicherheitsbehörden mit fast 70.000 Fällen an. Demnach sind rund 29 Prozent aller erfassten Opfer, Männer. Zu häuslicher Gewalt zählt in dieser Statistik sowohl Partnerschaftsgewalt als auch innerfamiliäre Gewalt. 


Gewalt gegen Männer im Kontext häuslicher Gewalt ist in unserer Gesellschaft ein Tabu, dem mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Männer müssen nicht immer nur stark sein , sondern können auch verletzlich sein.

 


In der Partnerschaft trifft Gewalt immer noch hauptsächlich Frauen, 79,2 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt sind weiblich. Von den Tatverdächtigen bei Partnerschaftsgewalt sind 77,6 Prozent Männer Tendenz steigend. 2023 gab es 155 Femizide, 24 Männer starben durch ihrer Partnerin oder ihren Partner.


Bei den Zahlen zur häuslichen Gewalt in der Familie gibt es zwischen den Geschlechtern kaum einen Unterschied: Von den 88.411 Opfern von innerfamiliärer Gewalt waren 46 Prozent männlich. Die Dunkelziffer könnte nach Angaben noch viel höher sein, bei den weiblichen, wie auch bei den männlichen Opfern.


Hilfetelefon Gewalt an Männern



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