Beschneidung bei Frauen – Weibliche Genitalverstümmlung
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Die Durchführung der Beschneidung - Verstümmelung erfolgt in vielen Ländern aus traditionellen oder kulturellen Motiven und ist vor allem in islamisch geprägten Gebieten Afrikas weit verbreitet, aber auch in anderen Ländern, die diese Praktiken oftmals fälschlicherweise mit der heiligen Schrift des Koran begründen beziehungsweise rechtfertigen.
In Sure 95, Vers 4 des Korans heißt es Wahrlich, Wir haben den Menschen in bester Form erschaffen. Diese Aussage bezieht sich auf die göttliche Schöpfung des Menschen, der als die vollkommenste Schöpfung Gottes gilt. Somit ist alles womit der Körper einer Frau (Schamlippen, Klitoris), oder eines Mannes (Vorhaut), ausgestattet ist, gehört auch dahin.

Eine eindeutige Begründung und Herleitung für die Beschneidung aus dem islamischen Recht gibt es nicht. bei dem Eingriff wird das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit (GG, Artikel verletzt und ist somit Strafbar, Absatz , Satz ), laut einem Bericht von DSW sind über 200 Millionen Frauen weltweit von einer Genitalverstümmelung betroffen und jährlich sind es bis zu 3 Millionen.
Auch in Deutschland ist weibliche Genitalverstümmelung ein sehr großes Thema, denn etwa 75.000 Frauen leben hier, denen eine solche Verstümmelung angetan wurde, die Dunkelziffer wurd noch höher ausfallen, geschätzt mehr als 20.000 Mädchen müssen in Deutschland befürchten, das ihnen eine solche schwere Körperverletzung angetan wird. Die Frau wird nicht nur im Intimbereich verletzt, sondern auch noch in ihrer Würde verletzt, für die betroffenen Mädchen und Frauen hat es nachhaltige Folgen für das ganze Leben. Diese Handlung ist eine schwere Körperverletzung und wird mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft.
Die Genitalverstümmlung wird in vier Typen unterschieden.
Typ 1
Hierbei wird entweder die Klitoris (erektiles Sexualorgan der Frau), teilweise oder vollständig entfernt oder die Klitorisvorhaut weggeschnitten. Dieser Vorgang wird auch als Klitoridektomie bezeichnet.
Typ 2
In diesem Stadium wird eine Klitoridektomie vorgenommen und die kleinen Labien (Schamlippen), werden teilweise oder ganz entfernt. Diese Form der Verstümmelung macht etwa 85 Prozent aller Praktiken aus.
Typ 3
Der dritte Typus wird als Infibulation oder pharaonische Beschneidung bezeichnet und beinhaltet die Entfernung von Klitoris sowie den kleinen und großen Labien. Die Restvulva wird anschließend mit Akaziendornen verschlossen. Das Einführen eines Fremdkörpers, beispielsweise eines Strohhalmes, verhindert das Zusammenwachsen der Wunde, so das eine kleine Öffnung zum urinieren und menstruieren übrig bleibt.
Typ 4
In diesem Stadium wird die Verstümmlung durch extreme Brutalität in Form von Einstechen, Beschneiden, Dehnen oder Verätzen von Klitoris und Schamlippen vorgenommen.
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Hier erhalten Frauen Bundesweit Hilfe, in 18 Sprachen, 24 Stunden täglich, kostenfrei und anonym. Rufnummer 08000 116 016.
Hier finden Sie auch einen Schutzbrief Genitalverstümmelung als PDF Datei zum Downloaden.
Bis hin in den achtziger Jahren war die Rede noch von weiblicher Beschneidung. Jedoch drängten Menschenrechtsorganisatoren darauf, das man von Genitalverstümmelung spricht, dieses soll klar zeigen das bei diesem Eingriff das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt wird. Wenn es um die Mädchen und Frauen geht und nicht um die grausame Tat, sprechen wir aus Respekt über beschnittene Mädchen und Frauen und nicht über Verstümmelung.
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Mädchen die betroffen sind, sind meist jünger als 15 Jahre, wenn ihnen mit einer Rasierklinge, Messer, oder sogar einer Glasscherbe, in den meisten Fällen unsterilisierten Gegenständen, der Genitalbereich amputiert wird. In den meisten Fällen bekommen die Mädchen noch nicht einmal eine Getäubung. Nach dem Eingriff wird die Wunde vernäht und es bleibt ihnen nur eine kleine Öffnung für die Menstruationsblutung sowie für den Urin. Es gibt Fälle wobei die Mädchen und Frauen verblutet sind, oder sterben später an den Folgen durch Tetanus oder Wundstarrkrampf. Wer diesen grausamen Eingriff überlebt, leidet meist unter Inkontinenz, Schmerzen beim Wasserlassen, Fistelbildung und einiges mehr.
Die Religion wird zwar oft als Grund genannt, auch von den religiösen Meinungsführern selbst, doch es ist vielmehr eine unmenschliche traditionelle Praktik, die vor allem in Ländern Afrikas und Asiens durchgeführt wird und älter ist als der Islam oder das Christentum. Dieses belegen unter anderem mumifizierte Frauen Körper aus dem alten Ägypten. Somit ist ist es nur eine Ausrede das eine Beschneidung im Koran angegeben ist. Es ist und bleibt ein Verbrechen.
Bei meinen Recherchen, habe ich vieles gelesen was ich selber so noch gar nicht wusste. Ich möchte nun auch nicht weiter über dieses Thema schreiben, je mehr ich darüber lese, je mehr Wut und Unverständnis kommen in mir auf. Ich verabscheue diese Menschen die zu so etwas in der Lage sind.
Was kann man tun. Aufklärung. Mädchen und Frauen, stärken und unterstützen dieses zur Anzeige zu bringen. Auch wenn Frauen gleichberechtigt werden, ihr eigenes Geld verdienen, damit finanziell unabhängig sind, wird dieser Tradition eine wichtige Grundlage genommen.
Wenn das Recht der Frauen und Mädchen auf Unversehrtheit sowie körperliche und sexuelle Selbstbestimmung gewahrt wird, können sich die Betroffenen entfalten und zu Fürsprecherinnen ihrer eigenen Bedürfnisse werden.
Auch sollten Jungen und Männer ausführlich über diese Art der Verstümmelung aufgeklärt werden, denn auch ihr Leben wird dadurch beeinflusst. Sex tut den Frauen weh, oder ist erst gar nicht möglich, das Kinderkriegen wir durch den Eingriff beeinträchtigt, sogar unmöglich gemacht.
Ich möchte jetzt nur noch von mir anmerken, das es so etwas in der heutigen modernen Zeit noch gibt, macht mich traurig und ich habe dafür kein Verständnis. Ich wünsche den Mädchen und Frauen Stärke und das sie sich dagegen erfolgreich wehren.
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