Magersucht Hinweise Ursachen

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Magersucht, Hinweise, Ursachen, Körperliche und Seelische Schäden

Magersucht



Anorexia mentales (Magersucht) stammt aus dem neulateinischen und bedeutet Appetitlosigkeit. Obwohl die Nahrungsaufnahme erheblich eingeschränkt wird, liegt die Ursache der Magersucht nicht in mangelndem Appetit. Im Gegenteil, Magersüchtige verspüren meist einen sehr großen Appetit, verleugnen diesen aber.


Hinweise auf eine Erkrankung


Körpergewicht von min. 15% unterhalb des Normal bzw. des in der Wachstumsphase zu erwartenden Gewichts


Body Maß Index (BMI) bei oder unter 17,5
Selbstherbeigeführte Gewichtsreduktion durch
Eingeschränkte und extrem kontrollierte Nahrungsaufnahme
Vermeidung Kalorienreicher Speisen
Übertriebene körperliche Aktivität

Selbstinduziertes Erbrechen oder Missbrauch von Abführmitteln
Ständiges Kreisen der Gedanken um Nahrung und Gewicht
Starke Angst vor Gewichtszunahme
Fehlen von Krankheitseinsicht


Ursachen



Aufgrund einer Überangepasstheit in der Kindheit entwickeln einige Magersüchtige später ein Ohnmachtsgefühl gegenüber dem eigenen Körper. Häufig können Magersüchtige nur über die Kontrolle des eigenen Körpers und der Überwindung der Hungergefühle sich erleben. Aus diesem Grund gewinnt die Beschäftigung mit dem Körpergewicht an enormer Bedeutung. Auch wird sie Magersucht, als eine Form der Abwehr sexueller Wünsche und als die Möglichkeit, psychosexuelle Entwicklungskrisen in der Pubertät zu beenden, um damit in die scheinbar heile Kinderwelt zurückzukehren gesehen. Anzeichen dafür sind, dass der Körper um seine sekundären Geschlechtsmerkmale beraubt wird. So wird die sexuelle Signalwirkung des Körpers reduziert. Ebenso bestätigt das Ausbleiben der Monatsblutung die oben genannte These. Sexuelle Regungen werden bei Magersüchtigen häufig nicht oder angstbesetzt wahrgenommen.




Körperliche und Seelische Schäden


Es kommt zu einem Mangel an lebensnotwendigen Elektrolyten wie z.B. Kochsalz, Magnesium oder Kalium, gleichzeitig kommt es oft zu Verschiebungen des Säuregehaltes im Blut. Die Möglichkeiten der gesunden Niere und anderer Organe, die Elektrolytkonzentration und den Säure Basen Haushalt des Blutes stabil zu regulieren und auftretende Schwankungen auszugleichen werden stark überfordert. Oft entsteht dann eine Kombination aus Kaliummangel und Säuremangel, die zu schweren Herzrhythmusstörungen und anderen EKG Veränderungen führen kann. Weiterhin kommt es zu Verkrampfungen und einer schnellen Ermüdbarkeit der Muskulatur.


Eine andere wichtige Funktion der Niere ist die Ausscheidung von Abbauprodukten über den Urin, die beispielsweise im Stoffwechsel bei der Verdauung von eiweißreicher Nahrung entstehen, dadurch ist eine Schädigung der Niere nicht auszuschließen, dies kann mit der Zeit
zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen. Durchblutungsstörungen mit Kältegefühlen an den Händen und Füßen sind häufig eine Folge. In extremen Fällen kann es sogar zu Erfrierungen kommen. Veränderungen der Sexualhormone treten schon nach einer Gewichtsabnahme von wenigen Kilogramm ein und können zu Unregelmäßigkeiten des Zyklus und zu einer Einschränkung der Fruchtbarkeit führen. Schätzungsweise 80% der Magersüchtigen, die ihre Essstörung erfolgreich überwinden, werden wieder empfängnisfähig.


Veränderungen des Eiweißstoffwechsels können bei kohlenhydratarmer Ernährung möglicherweise die Übertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn und somit die Stimmung verändern. Mit zunehmender Depression verliert man immer mehr Lebensfreude und Interesse an der Umwelt, dies führt zu einem Teufelskreis. Gleichzeitig nimmt die Konzentrationsfähigkeit ebenso wie die allgemeine Leistungsfähigkeit und auch das Interesse an der Sexualität ab.




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