Geschlechtskrankheiten
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H1 N1 | Tripper | Herpes | Bakterielle Vaginose | Trichomo -naden |
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Reiter Syndrom | HPV Virus | Syphilis | Hepatitis B | Gonorrhöe |
Tripper
Tripper ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Sie befallen nicht nur die Geschlechtswege und -organe, sondern finden sich abhängig von den sexuellen Vorlieben auch im Rachen oder im Enddarm. Auch dieser Keim kann bei Frauen und Männern zu aufsteigenden Infektionen führen, die mit einer anschließenden Unfruchtbarkeit einhergehen können. In manchen Fällen verläuft die Gonorrhoe hingegen vollkommen symptomlos. Typisch ist allerdings ein gelblich weißer Ausfluss aus Gebärmutterhals oder Penis. In vielen Fällen bemerken die infizierten Frauen ihre Erkrankung nicht. Unter Umständen hält die Infektion so lange an, dass es zu einem chronischen Leiden kommt. Therapeutisch werden bei Gonorrhoe erfolgreich Antibiotika eingesetzt. Eine Partnertherapie ist indiziert. Nach Abschluss der Therapie muss den europäischen Leitlinien zufolge eine Kontrolle durchgeführt werden.
Herpes
Herpes genitalis wird in der Regel durch Herpes Simplex Viren (HSV) Typ II ausgelöst.
Herpesläsionen finden sich am äußeren, aber auch am inneren Genitale oder im Bereich des Afters. Typ II Viren können auch zu Hauterscheinungen in der Mundhöhle führen.
Es gibt keine Heilung für Herpes genitalis. Die Viren überdauern in den Nervenknoten (Nervenganglien). Bei guter Körperabwehr wird das Auftreten von Symptomen unterdrückt, bei schlechter Körperabwehr kann es zu Infektionsrückfällen kommen. Die Behandlung mit antiviralen Mitteln innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der ersten Beschwerden kann die Beschwerden lindern und die Ausbreitung der Bläschen verringern, sodass sie schneller abheilen. Dabei sind Tabletten mit den Virustatika Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir - jeweils über fünf Tage - nach Einschätzung der europäischen Leitlinien gleichwertig. Zusätzlich werden in der Akutphase eines Herpes genitalis Solebäder und gegebenfals eine ausreichende Schmerztherapie empfohlen.
Syphilis
Syphilis ist eine Infektion, die durch Bakterien vom Typ Treponema pallidum verursacht wird. In den letzten Jahren wird sie wieder vermehrt beobachtet. Nach der Erstinfektion verbreiten sich die Erreger über die Blutbahn im gesamten Körper. Syphilis wird mit Penicillin behandelt. Mögliche Ausweichantibiotoka, z.B. bei Penicilinallergie, sind Doxycyclin , Tetrazyclin und Erythromycin.
Bakterielle Vaginose
Eine bakterielle Vaginose bezeichnen Mediziner auch als Gardnerellen-Infektion, Haemophilus-vaginalis-Infektion oder Aminkolpitis. Gardnerellen kommen in kleinen Mengen sehr häufig im Genitalbereich vor. Verändert sich das Scheidenmilieu, können sich die Bakterien vermehren und die Probleme der bakteriellen Vaginose auslösen. Rund 40 Prozent aller Scheidenentzündungen werden durch Gardnerellen verursacht. Die bakterielle Vaginose gehört zu den häufigsten Vaginalerkrankungen im geschlechtsreifen Alter.
Chlamydien-Infektion
Chlamydien sind Bakterien, die je nach Untergruppe, verschiedene Erkrankungen hervorrufen können.
Folgende Untergruppen gibt es
Chlamydia trachomatis
Verursacht Geschlechtskrankheiten. In tropischen und subtropischen Regionen rufen die Erreger eine entzündliche Bindehautentzündung hervor, das sogenannte Trachom. Es ist dort eine der häufigsten Ursachen für Erblindung. Mit einer geeigneten Therapie gegen die Chlamydien (Antibiotika) lässt sich die Erblindung aber verhindern.
Chlamydien-Infektionen zählen heute zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Je nach Altersgruppe sind bis zu zehn Prozent der Bevölkerung mit Chlamydien infiziert. Viele Frauen sind von dem Erreger befallen, ohne etwas davon zu merken (asymptomatische Infektion). Diese unerkannten Infektionen führen leicht zu weiteren Ansteckungen.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber. Der Verursacher ist das Hepatitis-B-Virus (HBV), das durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Blutplasma, Sperma oder Vaginalschleim übertragen wird. Das Virus ist um ein Vielfaches infektiöser als das HI Virus der Erreger von Aids. Durch mikroskopisch kleine Hautverletzungen gelangt das Virus in die Blutbahn.
Hepatitis C
Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis C-Virus (HCV) verursacht wird. Die Erkrankung wird vor allem durch Blut und Blutprodukte wie zum Beispiel Blutkonserven übertragen. Eine Übertragung durch Intimkontakte ist selten. Hepatitis C wurde früher als Hepatitis Non A Non B bezeichnet.
Reiter Syndrom
Das Reiter-Syndrom ist eine nicht infektiöse Entzündung, die durch das gemeinsame Auftreten von Gelenkentzündungen, Bindehautentzündungen des Auges (Konjunktivitis), einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) sowie Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Das Reiter-Syndrom tritt nach bestimmten bakteriellen Infektionen des Darms, der Harnwege und Geschlechtsorgane auf. Unter den Erregern der Geschlechtskrankheiten werden vor allem Chlamydien, Gonokokken und Ureaplasma urealyticum als Auslöser vermutet, wobei das nur für die Chlamydien gesichert zu sein scheint.
Trichomonaden
Trichomonaden sind Geißeltierchen (Einzeller), die sich eigenständig fortbewegen können. Sie kommen weltweit vor. In erster Linie werden sie durch Geschlechtsverkehr übertragen. In seltenen Fällen ist auch eine Infektion in Bädern möglich, beispielsweise durch das Sitzen in Pfützen (z.B. Beckenrand). Trichomonaden sind sehr empfindlich gegen Austrocknung und brauchen daher ein stets feuchtes Milieu, um überleben zu können.
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