Kinderarmut

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Kinderarmut in Deutschland



Jedes siebte Kind in Deutschland ist armutsgefährdet.

Was bedeutet Kinderarmut in Deutschland. Wann ist ein Kind überhaupt arm. Wie groß ist das Problem, geht es zurück oder nimmt es zu. Und wer ist besonders gefährdet. Fragen und Antworten.


Kinder und Jugendliche Eltern mit niedrigeren Bildungsabschluss sind überdurchschnittlich stark von Armut bedroht. Vierundzwanzig Prozent der Kinder und Jugendlichen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, der Anteil liegt unter dem EU Durchschnitt.


Wie viele Kinder in Deutschland sind arm. Dazu gibt es unterschiedliche Zahlen, was unter anderem daran liegt, dass es unterschiedliche Definitionen von Armut gibt. Sie beziehen sich nicht auf das einer Person oder Familie zur Verfügung stehende Geld, sondern auch auf andere Dimensionen wie Bildungschancen, Gesundheitsversorgung bei Krankheit oder aber die Möglichkeit, am kulturellen Leben teilzunehmen, sowie ein angemessener Wohnraum mit ausreichendem Möglichkeiten zum zurückziehen, sowie zum lernen und spielen, zur Verfügung steht, noch eine warme und ausgewogene Mahlzeit einmal am Tag, aber auch Krankheiten oder Behinderungen, wo die Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden, führen zur Armut.



Die materielle Situation wird in der Regel durch die Armutsrisikoquote beschrieben. Sie gibt, vereinfacht gesagt, den Anteil der Menschen an, die pro Kopf weniger als 60 Prozent des Durchschnitts Einkommen der Bevölkerung zur Verfügung haben. Derzeit sind dies 870 Euro netto, welches aber vielen nicht zur Verfügung steht. Laut Studien sollen 2,4 Millionen Kinder, also jedes sechste Kind, armutsgefährdet sein. Darüber hinaus lebt ein Drittel aller Kinder tatsächlich in armen Verhältnissen. Das sind noch einmal um die 5 Millionen. Die Auswirkungen der Kinderarmut in Deutschland zeigen sich in, besonders von Armut betroffenen, Stadtgebieten beispielsweise darin, dass Anlaufstellen für arme Menschen immer mehr aufgesucht werden.



Im Jahr 2008 lebten mehr als 1,7 Millionen Kinder auf dem Niveau der Sozialhilfe. Weitere 200.000 Kinder hätten theoretisch Anspruch auf Hartz IV, nehmen aber keine Leistungen in Anspruch. Rund sechs Millionen Kinder lebten 2007 nach Schätzungen in Haushalten mit einem Jahreseinkommen von bis zu 15.300 Euro. Die Tafel gibt an, dass unter 800.000 Bedürftigen, die von ihr 2008 regelmäßig kostenlos Essen und Lebensmitteltüten erhielten, ein Viertel Kinder waren. Gründe für die zunehmende Kinderarmut seien vor allem die Hartz IV Reformen und die schlechte Wirtschaftslage.



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